Risiken beim Gebrauchtwagenkauf

Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf

Unfallwagen erkennen und Risiken vermeiden
„Neu ab Werk“ ein Auto zu kaufen, ist immer die sicherste Variante, wirklich ein unfall- und einwandfreies Fahrzeug zu erstehen. Doch nicht immer reicht der Geldbeutel für einen Neuwagen aus. Gebrauchte Autos stehen in Zeiten von schmalen Budgets daher hoch im Kurs. Doch hier wird der Käufer leicht und schnell an der Nase herumgeführt. Geschönte Tachos, vertuschte Unfälle und andere Tricks sind in der Branche leider keine Seltenheit. Der Laie hat es da schwer, aber auch Kenner fallen auf den ersten Eindruck rein, wenn dieser professionell hergestellt wurde. Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, sollte Folgendes beachten:

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Auto-TuevDas A und O des Gebrauchtwagenkaufs: ausreichendes Licht und Zeit
Nur kein Zeitdruck. Niemand sollte sich bei der Begutachtung drängen lassen. Ein genaues Urteil braucht Zeit. Und Licht. Käufer von Gebrauchtwagen sollten das Objekt der Begierde gut sehen können. Daher ist es ratsam, den Besichtigungstermin am hellen Tage zu absolvieren. An regnerischen trüben Tagen, in der schummrigen Garage oder gar in zwielichtig dunklen Ecken lenken die Lichtverhältnisse von Schäden an Lack & Co ab. Eine Taschenlampe gehört zum Termin ins Handgepäck. Vier Augen sehen mehr – ein Begleiter kann ebenfalls die Augen offen halten, wenn der Verkäufer geschickt durch ein Gespräch von „heiklen Stellen“ ablenken will. Während sich der Kaufinteressent dem Gespräch widmet, kann der Partner in Ruhe das Auto begutachten. Auch sollte aus mehreren Blickwinkeln auf den Lack geschaut werden. Farbunterschiede, Bläschen und Grübchen deuten auf Nachlackierungen hin. Unterschiedliche Lackdichten sind ebenfalls Indizien für vertuschte Unfallschäden.

Probieren geht über Studieren: Nicht nur reden, auch fahren ist wichtig
Eine Probefahrt ist beim Kauf eines Gebrauchtwagens ein Muss. Und diese sollte nicht mal eben nur um die Ecke führen. Testen Sie verschiedene Strecken: Stadt, Land und Autobahn. Nur so bekommen Sie ein richtiges Gefühl für den Wagen, denn manche Mängel machen sich nur bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar. Der „Geradeaus-Test“ kann hier hilfreich sein: Auf gerader Strecke das Lenkrad einfach kurzzeitig loslassen, zeigt, ob der Wagen in der Spur bleibt. Tut er das nicht, ist das ein Anzeichen für Montagearbeiten oder Unfallschäden, wie beispielsweise in der Achsgeometrie. Von der Klimaanlage über die elektrischen Außenspiegel bis hin zum Radio sollte alles einmal ausprobiert werden. Funktioniert die Sitzheizung? Röhrt die Lüftung? Das sollten Käufer am potenziellen Traumwagen ebenfalls checken. Während des Fahrens sollte die Musik jedoch ausbleiben, um verdächtigen Lärm identifizieren zu können. Ungleichmäßige Geräusche des Motors, Klappern und Poltern sollten den Kaufinteressenten skeptisch machen.

Kleine Hinweise auf vertuschte Mängel
Ein Blick unter die Motorhaube und auch unter das Auto ist ebenfalls wichtig beim Gebrauchtwagenkauf. Hier sollte der Käufer vor allem auf Anzeichen von Ölspritzer oder Wasserflecken achten – diese sind Anzeichen für einen defekten Betrieb. Achten Sie auf die Kleinigkeiten: Vergleichen Sie zum Beispiel den Abstand verschiedener Teile auf beiden Seiten. Ist alles symmetrisch? Oder zeigen sich Unterschiede? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass Teile ausgetauscht wurden. Finden sich irgendwo Reste von Klebeband, Lacknasen oder auffällige Übergänge? Hat das Dach einen Knick? All das sind weitere Indizien dafür, dass mit dem Wagen mehr angestellt wurde, als der Verkäufer verraten will. Auch die Reifen verraten einiges. Ein ungleichmäßig abgefahrenes Profil deutet auf defekte Stoßdämpfer oder sogar einen Unfall hin, da sich hier die Spur verzogen haben könnte. Sind alle Reifen vom gleichen Typ? Haben sie noch genügend Profiltiefe? Allgemein gilt: Reifen auf Gebrauchtwägen sollte nicht älter als fünf Jahre sein – sonst kommt schnell eine teure Neuanschaffung auf den neuen Besitzer zu.
Stimmen die Produktionsdaten von den Fahrzeugleuchten mit dem des Baujahres überein? Wenn nicht, sind diese mindestens einmal schon ausgetauscht worden. Auch abgegriffene Schalthebel, Lenkräder und Pedalen sind keine guten Zeichen.

Wer rastet, der rostet: Papiere, Alter und wahren Zustand checken

Nach Rost sollte auch in verborgenen Ecken gesucht werden. Zum Beispiel unter dem Teppich im Kofferraum oder hinter der Tankklappe lassen sich diese Zeichen der Zeit manchmal finden. Auch auf dem Unterboden, am Auspuff oder in den Radkästen lässt sich Rost entdecken oder ertasten. Riecht es muffig im Auto? Dann ist das ein weiterer Hinweis für Feuchtigkeit im Wagen.
Im gleichen Atemzug sollten die Papiere genauer angeschaut werden. Jüngere Wagen sollten über ein Serviceheft verfügen, der Käufer sollte Berichte von Haupt- und Abgasuntersuchungen vorweisen können. Auch der Ölwechsel-Aufkleber im Motorraum ist eine Informationsquelle. In all diesen Dokumenten sind die damaligen Kilometerstände verzeichnet – so kann der Kilometerstand auf dem Tacho auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft werden. Gibt es weder Rechnungen noch andere Dokumente, sollte im Zweifelsfall besser die Finger von diesem Wagen gelassen werden. Dann ist Weitersuchen meist die bessere Alternative.

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